Marc Cain verwendet Cookies, um Ihren Online-Einkauf und Ihr persönliches Shoppingerlebnis so angenehm wie möglich zu gestalten. Durch den Einsatz unserer Analyse-Cookies können wir die Qualität unserer Homepage laufend verbessern - zu Ihrem Vorteil! Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren Cookies.

Im Interview: Marc Cain Geschäftsführerin Katja Konradi

Seit September 2018 ist Katja Konradi Mitglied der Geschäftsleitung. Ihr Aufgabenfeld umfasst neben dem Design auch die Bereiche Produktmanagement, Marketing, Visual Merchandising und Interior. Schon seit vielen Jahren ist sie in der Modebranche tätig, unter anderem für Esprit und für Hugo Boss. Katja Konradi verantwortete kreative und strategische Leitungsbereiche und deckt damit ein breites Spektrum an Qualifikationen ab.

Wann und wo sind Sie auf Marc Cain aufmerksam geworden?
Ich kann den Zeitpunkt nicht genau definieren, weil ich schon seit 17 Jahren in der Modebranche unterwegs bin und ich mich während dieser Zeit mit dem ganzen Marktumfeld auseinander gesetzt habe. Auf jeden Fall verfolge ich Marc Cain schon sehr lange, vor allem über Social Media, zum Beispiel Instagram. Marc Cain ist dort ein Account, dem ich sehr gerne folge, weil ich die Zusammenarbeit mit den Influencern spannend und zeitgemäß finde. Auch die Fashion Shows sind immer sehr inspirativ.

Was reizt Sie daran, bei Marc Cain zu arbeiten?
Was Marc Cain für mich grundsätzlich immer ausgestrahlt hat, war Wertigkeit und eine tolle Qualität. Außerdem ist es ein auffälliges Produkt mit einer ganz eigenen Handschrift, einem eigenen Markenauftritt und eigenem Produktimage – welches unverwechselbar ist. Der Look von Marc Cain stach immer aus der Menge heraus. Des Weiteren ist Marc Cain eines der wenigen deutschen, innovativen Unternehmen, welches wirklich ein Global Player sein kann. In der Kollektion steckt sehr viel Liebe zum Detail. Das gefällt mir persönlich, weil man so eine emotionale Bindung zu den Styles schafft. Der Wiedererkennungswert bleibt erhalten. Marc Cain ist eine tolle Marke mit einem super Image. Ich sehe viel Potenzial das auszubauen zu einer internationalen Lifestyle Welt, die auch die jüngere Kundin mit einbezieht.

Was Marc Cain für mich grundsätzlich immer ausgestrahlt hat, war Wertigkeit und eine tolle Qualität.

Sie verantworten die Bereiche Design, Produktmanagement, Marketing, Visual Merchandising und Interior. Was ist hier für Sie der rote Faden?
Für mich tragen alle Bereiche zum Image bei. Bildlich gesprochen ist es für mich vergleichbar mit einem Filmset mit Drehbuchautor, Regisseur, Schauspielern, Schnitt, Ton und Setgestaltung. Ich glaube, wir brauchen bei Marc Cain auch ein Drehbuch für das, was wir machen wollen. Die Designer geben das Skript, also die Idee vor und sind der Autor. Das Produktmanagement erstellt die Kollektionsstruktur als Schnittstelle zwischen Design und Vertrieb – wie ein Regisseur. Marketing ist, um weiter in der Filmsprache zu bleiben, Schnitt und Ton und damit der Auftritt nach außen. Interior ist für die passende Kulisse zuständig, also die Setgestaltung und Visual Merchandising transportiert auf der Fläche die konzeptionelle Designidee an den Zuschauer, unsere Kundin. Ich denke mit dieser Metapher merkt man, dass es viele Zahnräder sind, die ineinandergreifen müssen. Diese miteinander zu verbinden ist mein Ziel.

Zur DNA von Marc Cain gehört das Leomuster. Haben Sie dieses auch bereits aufgesogen und sind zum Leofan geworden?
Ja, der Leo Print ist sehr wichtig und untrennbar mit Marc Cain verbunden und natürlich wird es ihn auch in Zukunft geben. Ich mag auch den stilisierten Leokopf von Bags & Shoes sehr gerne, denn er ist zeitgemäß und modern. Gerade im Bereich Leo sehe ich noch viel weiteres Potenzial. Ich selbst trage allerdings keine Prints, das ist auch schon immer so gewesen. Vielleicht liegt es daran, dass ich seit dem Beginn meiner Berufslaufbahn sehr viel mit Prints gearbeitet habe. Da für mich Prints meist der Startpunkt der Kollektionsthemen sind, liegt ein großer Fokus darauf. Vielleicht bevorzuge ich deshalb bei der eigenen Garderobe ruhigere Optiken.

Besitzen Sie schon ein Kleidungsstück von MC? Welches war ihr erstes?
Ja, und natürlich nicht nur eines. Ich habe mehrere Marc Cain Teile, 90% davon sind Strick, eine der Kernkompetenzen von Marc Cain. Die Qualität in diesem Bereich hat mich
immer sehr überzeugt. Auch viele Basics sind darunter, die ich seit Jahren besitze und immer wieder neu kombinieren kann. Mein erstes Kleidungsstück von Marc Cain war tatsächlich auch ein Strickteil: eine Kaschmir-Joggpant, die ich immer noch sehr liebe!

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?
Ich glaube, jeder, der Design studiert hat, ist immer irgendwie mit dem Thema Ästhetik beschäftigt. Insofern kann ich das Thema Inspiration nicht an einem bestimmten Ort
oder an einer bestimmten Zeit festmachen. Inspiration kann man überall erfahren. Ich reise sehr gerne, entdecke verschiedene Kulturen und Städte und lasse mich am liebsten von Menschen inspirieren. Auch davon, was sie auf der Straße tragen, da ich immer gerne Mode gemacht habe, die verständlich und alltagstauglich ist. Am Besten für alle Lebenslagen, vom Job bis zur Freizeit oder bis zum Sport. Neben Streetstyles inspirieren mich auch Gespräche mit meinen Freundinnen, sozusagen der Realitäts-Check: Wer sucht gerade was, was fehlt im Kleiderschrank? Natürlich mache ich auch meine Researches, sammle Informationen von Trendbüros und verfolge Instagram-Profile der angesagten Blogger und Labels. Außerdem gehe ich gerne ins Museum und bin sehr kunstinteressiert. Hier hole ich mir Inspirationen für Grafiken, Prints und Farbkarten. Es kann aber auch mal ein Film sein, der zu einer Kollektionsstory inspiriert – das ist sehr vielschichtig. Ich würde es zusammenfassen als „immer mit offenen Augen durch die Welt gehen“.

Haben Sie ein modisches Jahrzehnt, das für Sie besonders prägend war?
Eher nicht. Ich bevorzuge es, nach vorne in die Zukunft zu blicken, weniger auf das, was vorbei ist. Mode bezieht immer auch vergangene Dekaden und Tendenzen mit ein – aber nur, wenn diese neu interpretiert werden, ergeben sie Sinn für den heutigen Zeitgeist. Das macht für mich auch die eigentliche Spannung aus. Ich mag es, aus verschiedenen Stilrichtungen und unterschiedlichem Zeitgeist etwas ganz Neues zu entwickeln. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber die Zukunft können wir ganz neu gestalten.

Könnten Sie für uns folgende Sätze vervollständigen?
Mode ist für mich… Zeitgeist, Ausdruck der Identität und der eigenen Stimmung.
Niemals ohne… ein Teil von persönlichem Wert. Etwas, das eine Erinnerung wachrüttelt an besondere Menschen oder besondere Momente.
Mein Lieblingsaccessoire ist… verbunden mit der Frage davor – mein Ring, den ich immer trage, der eine ganz besondere Bedeutung hat und 11 persönliche Geschichten in sich birgt.
Immer morgens… den richtigen Schuh für die Events des Tages! Sneakers vs. High Heels – es gibt Tage, da braucht man High Heels, damit man fest und selbstbewusst im Leben steht und es gibt Tage, wo ich umher flitze und auf jeden Fall Sneakers brauche. Die Sneakers Tage überwiegen definitiv.
Auf Social Media… findet man Inspiration aus der ganzen Welt, wenn man mal nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein kann.

 

Das Marc Cain Blog Team bedankt sich für das Interview!

Dir gefällt dieser Beitrag? Dann gleich weitersagen:

Über den Autor

Profilbild Kommentarautor

Tanja

Unsere wortgewandte Texterin Tanja nimmt kein Blatt vor den Mund, sondern bringt lieber alles direkt zu Papier. Niemals ohne: Lesestoff

Kommentar schreiben