Was fasziniert Sie an Ihrer Arbeit?

Dass ich so viel, was mich berührt, miteinander verbinden kann: wunderschönen Schmuck für tolle Frauen zu kreieren und damit die Welt Stück für Stück zu einem schöneren Ort zu machen. Immer wieder höre ich, dass Luxus und Aktivismus nicht zusammenpassen. In meiner Arbeit erlebe ich jeden Tag, dass es doch geht.

Was ist Ihr Sehnsuchtsort?

Die Berge. Sie übten schon immer eine große Faszination auf mich aus. Das Monumentale erinnert mich daran, dass die Natur viel größer ist als wir Menschen. Außerdem strahlen sie so viel Ruhe und Kraft aus – das hilft mir, auf das Leben zu vertrauen.

Was war ein magischer Moment in Ihrem Leben?

Erst kürzlich habe ich während einer Reise durch Mexiko eine Heißluftballonfahrt unternommen. Ich habe eigentlich große Höhenangst, beim Start saß ich auf dem Boden des Korbs. Doch als ich mich traute, aufzustehen und hinauszuschauen, war es Magie pur: der Sonnenaufgang über den Ruinen von Teotihuacán, Hunderte von bunten Ballons neben uns, die absolute Stille dort oben und meine Familie bei mir.

Als Kind hat man eine blühende Fantasie, aber ab einem bestimmten Alter muss man sie bewusst anregen – vor allem in einem kreativen Job. Wie machen Sie das?

Ich hinterfrage immer wieder den Status quo. Fragen zu stellen setzt sehr viel Kreativität frei. Man darf nie denken, schon alles zu wissen. Am meisten Kreativität entsteht allerdings, wenn ich mich mit anderen Menschen austausche. Es gibt so viele tolle Ideen da draußen. Die können einen richtig beflügeln!

CREDITS
Fotografie: Olga Hamilton,PR, Reinier Snijders/EyEm/Getty Images, Roberto Moiola/Sysaworld/Getty Images; Illustration: mikroman6/GettyImages, Interview: Viktoria Beidinger,