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Erst kürzlich wurde Dalad Kambhus Restaurant „Kin Dee“ mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

#MysteriousWomen #MyGoal

Die 32jährige Dalad Kambhu wurde in Austin (Texas) geboren und wuchs in Bangkok auf. Um als Model zu arbeiten, ging sie mit Anfang 20 nach New York und entdeckte dort bei diversen Jobs in Restaurants ihre wahre Leidenschaft: das Kochen. Nebenher studierte sie die Fächer International Business und Marketing. Nach einiger Zeit zog es sie nach Europa, wo sie 2017 als Autodidaktin ihr erstes eigenes Restaurant „Kin Dee“ eröffnete. Dieses wurde vor kurzem mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.
Die Kosmopolitin Dalad Kambhu legt besonderen Wert auf frische und lokale Lebensmittel, die nicht immer der thailändischen Küche entsprechen müssen. Außerdem setzt sie sich dafür ein, dass Frauen in dem harten, immer noch von Männern geprägten Wettbewerb, nicht untergehen. Sie ist eine starke Frau, die sich durch harte Arbeit und ihrem besonderen Talent einen Namen gemacht hat.
Können Sie uns genauer erklären, wie Sie Ihre Wurzeln mit Ihrem heutigen Kochstil verbinden?
Meine Küche ist eine Kombination meiner Erfahrungen in New York und meiner Kindheitserinnerungen an thailändisches Essen. Dabei bleibe ich meinen Wurzeln und dem Aroma, mit dem ich aufgewachsen, treu. Es ist etwas schwierig zu beschreiben, wie derart einmalige Erfahrungen kombiniert werden können, aber irgendwie habe ich sie innerlich verschmolzen, und aus diesem Einklang ist dann Kin Dee entstanden.

Was zeichnet Sie als schöpferische Person aus, und was möchten Sie für Ihren Kunden oder für Ihre Gäste erreichen?
Ich glaube, wenn wir Essen zubereiten, möchte ich, dass die Menschen dadurch an einen anderen Ort versetzt werden. Ich möchte, dass mein Essen Eindruck macht oder zu einem Erlebnis wird, bei dem Gäste eine Mahlzeit genießen und dabei das Gefühl bekommen, als würden sie auf einen Mini-Urlaub entführt. Ich finde es wichtig, dass die Menschen erfahren, was echtes Thai-Essen ist und sein kann.

Sie wurden mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und sind jetzt Deutschlands erste Thai-Sterneköchin. Was bedeutet Ihnen das persönlich? Wie hat es sich angefühlt, diese Auszeichnung zu bekommen?
Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, einen Stern zu bekommen, das war eine Riesensache und eine große Ehre. Ich hatte das wirklich nicht erwartet – ich habe nie eine professionelle Ausbildung gemacht, ich habe mir das Kochen einfach selbst beigebracht.

Und wenn Sie zurückblicken, was ist Ihre Superkraft?
Ich glaube, dass ich nie aufgebe. Mir wurde so oft von Männern, besonders von westlichen Männern, die noch nie in Thailand waren, gesagt, wie man thailändisch kocht. Wenn ich auf diese Männer gehört hätte und mir von denen hätte sagen lassen, was ich zu tun habe, wäre ich heute nicht hier.

Wer ist Ihr Vorbild?
Ich bin in unserer Familie unter dem Eindruck starker Frauen aufgewachsen, die auch großartige Karrieren gemacht haben. Meine Urgroßmutter war eine der ersten Unternehmerinnen in Thailand. Sie hat die meisten Schulbücher in Thailand verlegt und sich dabei gleichzeitig um ihren Ehemann gekümmert. Mittlerweile ist meine Großmutter achtzig Jahre alt und arbeitet immer noch. Sie hat früher das Finanzministerium geleitet und war verantwortlich für den Haushalt des ganzen Landes. Danach ist sie in ein Projekt des Königs gewechselt, das Land und Gemeinden für Menschen in den ländlichen Regionen Nordthailands entwickelt. In diese Stellung wird man vom König berufen, und das setzt ein enormes Vertrauen voraus.